In unserem letzten Treffen am 11.04.19 haben wir ein Thema aufgegriffen, das uns allen noch etwas schwer gefallen ist. Wie bekomme ich sinnvolle Informationen in einem Gespräch mit einem Patienten ohne etwas Wichtiges zu vergessen?

Wir begannen mit einem Fallbeispiel an Lischa und haben erst die grundlegenden Vitalfunktionen geprüft:

A - Airway (hat der Schüler etwas im Mund? sind die Atemwege frei?)
B - Breathing (bekommt die Schülerin gut Luft? Ist sie ansprechbar? Lischa hatte hier Probleme, sodass wir die Fenster geöffnet haben, die Kleidung gelockert und sie im sogenannten Kutschersitz hinsetzten lassen haben)
C - Circulation (Kreislauf - Puls tasten, Blutdruck messen, Hautfarbe)
D - Disability (Bewusstsein? Schwindel? FAST Test, Erinnerungslücken? Pupillenkontrolle)
E - Environment (Bodycheck, Temperatur, SAMMELN)


Dabei ist uns aufgefallen, dass wir eine Hilfe bräuchten, um sinnvolle Fragen stellen zu können, bis Hilfe bei uns ist. Wir haben uns also mit dem "Sammeln" beschäftigt:

S - Symptome (Was tut ihr weh?)
A - Allergien
M - Medikamente
M - Medizinische Vorgeschichte
E - Essen/Trinken
L - Letzte Ausscheidung
N - Neues? (ist irgendetwas passiert?)

Jetzt ging es bei gutem Wetter auf den Pausenhof. Dort war unser erstes Fallbeispiel eine bewusstlose Person im Fahrzeug. Fynn, Raihana und Reyhan haben Lischa aus dem Auto geborgen, die Buchstaben A und B geprüft und sie dann in die stabile Seitenlage gelegt. Eine fiktive Übergabe an den Rettungsdienst wurde im Anschluss auch gleich geübt.

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Nachdem sich Fynn und Raihana etwas schwer bei dem Herausheben aus dem Fahrzeug getan haben, wurde der Rautek Rettungsgriff als kleine Hilfestellung auch gleich wiederholt.
Danach ging es an das Klettergerüst der Grundschule. Hier war Stella vom Gerüst gefallen und hatte sich am Kopf und Knie verletzt. Die Schulsanitäter haben direkt das "Sammeln" abgefragt und die Lehrkraft als Hilfe hinzugeholt. Da die Schülerin mehrfach über Probleme am Kopf geklagt hatte, war dies die einzig richtige Entscheidung. In der Wartezeit wurde noch die Wunde am Knie versorgt.

Hier haben wir direkt den bisher noch unbekannten "Bodycheck" eingebaut, den Jemily direkt durchführen durfte.

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Vier SSDler hatten aber auch dann noch nicht genug :-)
An der Sporthalle durften Furkan, Fiona, Stella und Lischa für Goofy und den Diensthund "Mogli" (Mantrailing Würzburg e.V.) als Versteckpersonen sogenannte Trails laufen. Hierbei konnten wir gleich unsere Funkgeräte im Einsatz testen und das Funken üben.

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Vielen herzlichen Dank an alle beteiligten SSDler für diesen tollen Nachmittag!
(GeJ)